Entstehung

der Narrenzunft Deufringer Berghexen e.V.

Im November 1993 trafen sich im Bergweg in Deufringen, einem Teilort der Gemeinde Aidlingen, der Perle des Heckengäus, vier Gleichgesinnte und wollten der fasnetslosen Zeit ein Ende bereiten. Es wurde beschlossen, zukünftig Stammtische, Kappenabende und Fasnetsveranstaltungen in Kneipen als Hexen heimzusuchen, und die für die hiesige Gegend eher trägen Menschen ein wenig aufzumischen. Was lag näher, als den Gründungsort in den Namen mit einzubeziehen, die Deufringer Berghexen waren geboren.

Bereits nach kurzer Zeit entwickelten sich Freundschaften zu anderen Narrenzünften und Vereinigungen und die Deufringer Berghexen wurden zu Veranstaltungen und Umzügen eingeladen. Der größte Faschingsumzug im sog. Unterland in Bad Wimpfen, Umzüge in der näheren Umgebung, z.B. in Herrenberg, Gechingen, Ergenzingen, Seebronn, Ehningen und Böblingen u. u. u. gehören mittlerweile zu festen Terminen im Veranstaltungskalender der Deufringer Berghexen. Sogar im Benachbarten Elsass in Saverne waren wir schon öfter zu sehen.

Eine Besonderheit der Deufringer Berghexen ist, dass alle Probehexen nach einem Jahr Probezeit bei der Hexentaufe, die meistens im November stattfindet, einen neuen Namen bekommen, den sie während der Fasnetszeit tragen. So gibt es bei den Deufringer Berghexen zum Beispiel eine Walpurga vom Berg, eine Kassandra vom Berg, eine Adelina vom Berg, eine Smilla vom Berg, eine Genevra vom Berg, die Marijana vom Berg und Andere. Der Namen ist auf einem Holzknochen, den die Hexen um den Hals tragen, eingebrannt.

Seit 1999 veranstalten die Deufringer Berghexen, zusammen mit den Aidlinger Stoadeifl außerhalb der Saison an jedem 30. April eine Walpurgisnacht, die jedes Jahr mit einer stattlichen Besucherzahl rechnen kann.

Die Idee zu dieser Veranstaltung war schon älter, führten die Deufringer Berghexen bei einem Tanz in den Mai am 30.04.1996 bereits einen Hexentanz auf.

Aber erst durch das Zusammentreffen mit Willi Essig vom Dichterkreis Federfüchse/Calw, bei einer Benefizveranstaltung am 21.11.1998 in Gechingen, wurde die Idee in die Wirklichkeit umgesetzt. Willi Essig, inspiriert durch den vorgeführten Hexentanz, schenkte den Deufringer Berghexen ein Gedicht seines verstorbenen Dichterkollegen Strobel über die Walpurgisnacht.

Beim ersten Lesen des Gedichtes ist es uns kalt den Rücken hinterher gelaufen und die Hexenhaare standen uns im wahrsten Sinne des Wortes zu Berge. Es war genau unsere Vorstellung einer Walpurgisnacht.

Seit der Fasnetsaison 2000/2001 haben die Deufringer Berghexen Holzlarven. Die Holzlarven werden von Dieter Leyerle aus Böblingen geschnitzt und anschließend von den Berghexen selbst bemalt und mit Haaren versehen. Davor trugen die Deufringer Berghexen selbst gemachte Gipslarven.

Der Narrenruf der Deufringer Berghexen lautet: 3 mal Berg —– Hexen, danach: Und irgendwann kriegen wir Euch alle…

Wer nachgerechnet hat, stellt fest, dass die Deufringer Berghexen 2011 volljährig geworden sind.

Am Samstag, dem 22. November 2003 feierten in der Sonnenberghalle in Aidlingen über 400 Personen den 10-jährigen Geburtstag. Die Deufringer Berghexen sind somit die älteste Fasnetsgruppe der Gemeinde Aidlingen.

Am 20.09.2005 wurde endlich ein lang geplantes Ziel umgesetzt. Die Narrenzunft Deufringer Berghexen e.V. wurde im Vereinsregister eingetragen.

Die Berghexen

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